vielen Dank für Ihren Brief zur Bundestagswahl.
Leider muss ich Ihnen mitteilen, dass mich dieser Brief völlig unaufgefordert erreicht hat. Da ich mich bisher noch nicht mit Ihrer Partei identifizieren konnte, kann ich auch ausschließen, dass ich Ihnen irgendwann einmal meine Adressdaten zur Verfügung gestellt habe (siehe auch § 4 BDSG, § 4a BDSG). Mal davon abgesehn, dass ich erst im letzten Jahr an die von Ihnen verwendete Adresse umgezogen bin.
Vermutlich haben Sie meine Adresse von einem Adresshändler erworben. Aus meiner Sicht passt diese Vorgehen Ihrerseits aber gar nicht zu Ihrem Wahlversprechen aus besagtem Brief:
“Wenn das Bankgeheimnis aufgehoben wird, Computer willkürlich durchsucht werden können, Mitarbeiter von Unternehmen ausgespäht werden, dann kommen die Bürgerrechte unter die Räder”.
Sie haben ganz erheblich den Datenschutz missachtet! So kann man auch dafür sorgen, nicht gewählt zu werden!
Im übrigen habe ich meine Stimme bereits per Briefwahl abgegeben.
Gemäß § 20 BDSG und § 35 BDSG fordere ich Sie auf, die zu meiner Person gespeicherten Daten zu löschen.



Hallo Herr Wiedemann,
ihre Aussage, die FDP oder Herr Westerwelle hätten Ihre Adresse von einem Adressenhändler erworben, ist aus meiner Sicht grober Unfug. Können Sie das denn belegen? Abes es ist positiv anzusehen, daß Sie zur Wahl gehen. MFG
Ich habe ja bereits geschrieben, dass ich es nur vermuten kann, aber ich weiß sicher, dass ich die Adresse der FDP nicht zur Verfügung gestellt habe! Und somit bleibt nur der von mir vermutete Weg übrig.
Lieber Herr Wiedemann,
Auch ich hätte gern eines dieser Schreiben erhalten, jedoch ist bei mir im Wohnheim, wo ich erst seit zwei Wochen gemeldet bin, nur Herr Steinmeier bis zu mir vorgedrungen. Der braucht ihre Adresse gar nicht, einfach jeder herrenlose Briefkasten wird Opfer derartiger Attacken. Und das nicht nur einmal! Also kann ich durchaus mitfühlen, muss mich jedoch wundern, dass Sie Herrn Westerwelles Brief derart erzürnt, dass Sie darüber bloggen müssen. Aber sowas bringt ja bekanntlich Seitenklicks, nicht wahr?!
MfG
styxnsoon.com
Und nebenbei, wie kommen Sie darauf, dass Herr Westerwelle ihre Daten speichert? Das ist Unterstellung!
Da Hr. Westerwelle, bzw. die FDP meine Adressdaten verwendet, muss zunächst mal eine Speicherung stattgefunden haben, es ist also keine Unterstellung, sondern eine Tatsache. Auch wenn das wie ich bei Facebook erfahren durfte von einem unabhängigen Unternehmen durchgeführt wird. Letzteres wird aus dem Schreiben allerdings überhaupt nicht klar.
Finden Sie es in Ordnung, dass ein unbekanntes Unternehmen meine Adressdaten verwendet?